Volle Zimmer, aber zu wenig Gewinn?

Volle Zimmer, aber zu wenig Gewinn?

Warum Hoteliers stärker auf Ergebniskennzahlen schauen sollten

Viele Hotels freuen sich über gute Nachfrage, ordentliche Auslastung und steigende Umsätze. Doch immer häufiger zeigt sich: Volle Zimmer und volle Tagungsräume bedeuten nicht automatisch gute Ergebnisse.

Denn die Kostenrealität in der Hotellerie hat sich verändert. Personal, Energie, Waren, Finanzierung, Software, Payment, Provisionen und Technik belasten die Profitabilität vieler Betriebe deutlich stärker als früher. Wer nur auf Auslastung, ADR oder RevPAR schaut, erkennt häufig zu spät, wo Ergebnis verloren geht.

Entscheidend ist deshalb die Frage: Was bleibt vom Umsatz tatsächlich übrig?

Umsatz ist nicht gleich Gewinn

Eine hohe Auslastung kann wirtschaftlich problematisch sein, wenn Zimmer zu günstig verkauft werden, margenstarke Segmente fehlen oder die Vertriebskosten zu hoch sind. Auch steigende Personal- und Wareneinsatzquoten können dafür sorgen, dass ein guter Umsatz nicht im Ergebnis ankommt.

Deshalb sollten Hoteliers 2026 stärker auf Kennzahlen achten, die die wirtschaftliche Qualität des Betriebs sichtbar machen.

Wichtige Kennzahlen sind zum Beispiel:

  • GOP: operatives Ergebnis nach Abzug der betrieblichen Kosten
  • GOPPAR: operativer Gewinn pro verfügbarem Zimmer
  • Personalkostenquote: Verhältnis von Personalkosten zum Umsatz
  • Wareneinsatzquote: wichtige Steuerungsgröße für Frühstück, Gastronomie und Bankett
  • Liquidität: verfügbare Mittel für laufende Verpflichtungen, Investitionen und saisonale Schwankungen
  • Vertriebskosten je Kanal: tatsächliche Kosten von OTA, Direktbuchung, Google Ads, Website, Payment und Portalen

Reporting als Frühwarnsystem

Ein professionelles monatliches Reporting hilft, wirtschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Es zeigt, ob Umsatz, Kosten, Liquidität und Ergebnis im richtigen Verhältnis stehen – und wo Handlungsbedarf entsteht.

So wird Buchhaltung mehr als eine Pflichtaufgabe. Sie wird zur Grundlage für bessere Entscheidungen bei Preisen, Kosten, Personal, Investitionen und Vertrieb.

Es zählt nicht nur, wie viel verkauft wird, sondern was am Ende übrig bleibt. Hotels brauchen transparente Kennzahlen, saubere Kostenstrukturen und ein Reporting, das verständlich und entscheidungsrelevant ist.

RHC unterstützt Hoteliers dabei, Zahlen richtig einzuordnen und aus Buchhaltung ein wirksames Steuerungsinstrument zu machen.

 

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